Forst gAG Szombathely Die staatlichen Wälder stehen den Naturfreunden offen

Forst gAG Szombathely

 

Die Szombathelyi Erdészeti Zrt. (Forst AG Szombathely) ist eine Aktiengesellschaft  zu 100% im staatlichen Eigentum. Die AG ist seit 1. Januar 1992 als selbständiges Unternehmen tätig.

Die Gesellschaft übt ihre Tätigkeit im Komitat Vas/Eisen aus, die Fläche des Komitates beträgt 333 584 ha, davon Wald und aufgeforstetes Gebiet 97 208 ha (29%), Wald und waldähnliche Fläche mit Forsteinrichtungsplan betragen 98 653 ha (30%), d.h. Komitat Vas ist  eines der bewaldetesten Komitate unter den 19 Komitaten Ungarns.

Unsere Gesellschaft bewirtschaftet die größte Fläche von den Staatswäldern im Komitat, insg. 46 998 ha mit Forsteinrichtungsplan.

Die Gesellschaft übt ihre Tätigkeit im Bereich Forst- und Wildbewirtschaftung aus, und bietet Dienstleitungen der Wohlfahrtswälder  für Tourismus an.

Vorstellung der natürlichen Gegebenheiten und Besonderheiten

Unsere Gesellschaft übt ihre Tätigkeit bei abwechslungsreichen klimatischen Verhältnissen, auf vielfältigem Relief und Standort aus.

Die jährliche Niederschlagsmenge schwankt zwischen 600-830 mm, davon fällt 64% auf die Vegetationszeit. Der jährliche Temperaturdurchschnitt liegt bei 9-10 ºC.

Infolge der abwechslungsreichen klimatischen Gegebenheiten kommen im Gebiet vor: bestimmend ist das Hainbuche-Eichen Klima (85%), im westlichen Teil des Komitates und im Köszeg/Güns-Gebirge das Buchen-Klima (8%), im östlichen Teil kommt aber auch das Traubeneichen-, Zerreichen-Klima (7%) vor.

Das Relief ist auch vielfältig, das Gebiet liegt 120-883 m über dem Meeresspiegel.

 Auch die geologischen Verhältnisse sind sehr abwechslungsreich. Im Grundgestein sind Ablagerungen von verschiedenen Sedimenten der Flussebenen, Kiesablagerungen der Alpen, Phyllit des Hochgebirges zu finden, auf dem hauptsächlich Lehmböden (Schluff) entstanden sind. Von den genetischen Bodentypen kommen wenig Auenböden, sowie saure Kiesböden (mit negativen Eigenschaften) vor (4%). Am meisten ist im Gebiet Braunerde zu finden; saure nicht podsolierte (5%), Pseudo-parabraunerde (41%), lassivierte Parabraunerde (24%) und Ramannische Braunerde (18%). Im geringeren Ausmaß kommen auch Braunerde, Hangsedimente, sowie Stagnogley vor. Für die hydrologischen Verhältnisse sind der vom Standortgrundwasser ferner Zustand und der Zustand mit wechselnder Wasserzufuhr charakteristisch - bis auf die Auen der Raab und die Täler kleinerer Bäche. 

Vorstellung der uns zur Bewirtschaftung anvertrauten Waldbestände  

Im Bewirtschaftungsgebiet beträgt die Fläche der Waldabteilungen insg. 44 084 ha, während Sonstiges (Schneisen, Lichtungen, Wege) 2 914 ha ausmacht. 34 % der Waldabteilungen sind Schutzwälder, 2% Wohlfahrtswälder, der Rest ist Wirtschaftswald.

 

Was die Betriebsform der Wälder betrifft: Plenter- (528 ha) und Femelhieb (4 275 ha), der eine ständige Waldbedeckung sichert, die nicht für Holzproduktion bestimmte Waldfläche (751 ha) beträgt 13%. Dieser Anteil beläuft sich in den Wäldern mit Schutz- und Wohlfahrtsfunktion, in den natürlichen, naturnahen oder den naturfernen Wirtschaftswäldern (17 752 ha) auf 4 290 ha (24%). 

Die Waldbestände nach Altersklasse: charakteristisch ist, dass sie - bis auf die etwas geringere Fläche der Altersklasse 41-50 Jahre - beinahe gleichmäßig sind. Bis zur Altersklasse von 71-80 Jahren beträgt der Anteil der Gebiete der Altersklassen 8-13% von den einzelnen 10 Jahresgruppen. Gleichzeitig ist das Gebiet mit einem Bestand über 100 Jahren bedeutend (2 780 ha), hier kann eine weitere Steigerung nicht mehr prognostiziert werden.

Im Logo der Forst AG Szombathely sind ein Fichtenreis und Eichenlaub zu sehen, die den von den Forstleuten gepflegten Wald des Komitates zu symbolisieren haben. Infolge der unterschiedlichen natürlichen Gegebenheiten, des Standortes ist auch die Baumarten-Zusammensetzung der Bestände sehr mannigfaltig. Zu 37% haben wir im Gebiet Nadelholz, hauptsächlich Weißkiefer und Fichte. Von den Laubhölzern beträgt der Anteil an Eiche als Mischbaumart 30%, ihr folgen Zerreiche (10%), Hainbuche (8%), Buche (7%), Robinie (5%), sonstige Hart- (2%) und Weichlaubhölzer (1%). Als Ergebnis der naturnahen Forstbewirtschaftung hat der Anteil an Eiche, hauptsächlich auf Kosten der Nadelhölzer, zugenommen. Im ganzen bewirtschafteten Gebiet haben wir mit den Schäden durch Borkenkäfer zu kämpfen. Anstelle der abgeholzten Fichtenbestände wird hauptsächlich mit Eiche oder Weißkiefer aufgeforstet.

Dieser Anteil ist auch vom Aspekt des Forstschutzes, der sich geänderten Standortsverhältnisse vom Vorteil, denn die aus mehreren Baumarten bestehenden Bestände sind widerstandsfähiger gegen Schädlinge als die Reinbestände aus einer Nadelholzart.

Wald und Naturschutz

 

Wegen der Auflagen seitens Naturschutzes (Nationalpark, Landschaftsschutzbezirk, lokale, von den Gemeinden unter Schutz stehende Gebiete) stehen 14 342 ha unter Schutz (31%). Von den von unserer Gesellschaft verwalteten und bewirtschafteten Wäldern stehen mit ähnlichen  Auflagen als Natura 2000-Gebiete 18 158 ha (39%) unter Schutz, in denen der Wald nur unter Einhaltung verschiedener Auflagen bewirtschaftet werden kann. Auf bedeutenden Flächen kann keine Holzernte stattfinden, und fast überall haben wir uns an zeitliche Einschränkungen zu halten. Im Falle einer geschützten oder streng geschützten Pflanzen- oder Tierart müssen wir mit speziellen Vorschriften rechnen.

 

9700 Szombathely, Saághy István Str. 15.
+36 94 514 000
+36 94 329 973
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